Ultraschallzahnbürsten
Ultraschallzahnbürsten
Die elektronische Schallzahnbürste gilt als Weiterentwicklung der elektrischen Zahnbürste. Der Bürstenkopf wird mit einer hohen Frequenz bewegt, deutlich höher als bei den elektrischen Zahnbürsten. Der Kopf wird über den elektrischen Schallwandler angetrieben, und der Bürstenkopf schwingt in einer Frequenz von bis zu 300 Hertz. Mit den sich relativ schnell bewegenden Borsten werden so die Zähne sicher und gründlich gereinigt. Noch besser eignen sich Ultraschallzahnbürsten, weil sie eine noch höhere Schwingungsfrequenz besitzen: Die Frequenz liegt bei über 300 Hertz. Das sind bis zu 1,6 Mio. Schwingungen in der Sekunde.
Die Ultraschallzahnbürsten arbeiten mit Tupfern, welche die Flüssigkeit im Mund in große Schwingungen versetzt. Mithilfe von spezieller Zahnpasta werden die erzeugten Schaumblasen zum Platzen gebracht. Durch dieses Zerplatzen entsteht der Reinigungseffekt. Die Ultraschallzahnpasta enthält keinerlei Putzkörper. Die Ultraschallzahnbürsten funktionieren daher nicht mehr mit normaler Zahnpasta, weil die Putzkörper die Wirkungsweise verhindern würden. Sie arbeiten zwar noch mit der Bürste als dem Aufsatz, doch als Tupfer könnte auch ein Schwamm eingesetzt werden. Ein Vorteil besteht in der gründlichen Reinigung der Zähne und darin, dass die Zähne und das Zahnfleisch nicht mehr mechanisch bearbeitet werden müssen.
Auch eine längere Verweildauer auf den Zähnen schadet nicht
Deshalb schadet auch eine längere Verweildauer der Bürste auf dem Zahn nicht, und die Zahnbürste kann auch bei frisch eingesetzten Implantaten verwendet werden. Die Anwendung der Ultraschallbürsten erfolgt zunächst in ausgeschaltetem Zustand. Die Ultraschallzahnpasta wird dabei auf den Innen- und Außenflächen der Zähne verteilt, die Zahnbürste dann wieder eingeschaltet. Der Bürstenkopf wird dann jeweils für fünf bis ca. zehn Sekunden an die entsprechenden Stellen der Innen- und Außenflächen gehalten.
Deutlich günstiger sind nach wie vor die Handzahnbürsten. Am teuersten ist die Ultraschallzahnbürste. Nur das Grundgerät ist relativ günstig, aber die hohen Verbrauchskosten mit den auswechselbaren Bürstenköpfen und der Ultraschallzahnpasta schlagen dabei zu Buche.
Dafür werden sie von den Verbrauchern jedoch als sehr praktisch eingeschätzt und auch die Reinigungsleistung wird der der Handzahnbürste als weit überlegen angesehen.
Handzahnbürsten
Handzahnbürsten
Mit einer Handzahnbürste werden die Zähne gereinigt und gepflegt.
Die Bürsten gibt es in unterschiedlichen Härtegraden bei den Borsten und in recht vielfältigen Größen und Formen. Die am meisten verbreitete und dadurch auch am billigsten ist die mit der Hand ausgeführte Kurzkopfzahnbürste. Durch die kleinen und kurzen Bürstenköpfe sind alle Bereiche in der Mundhöhle einfach besser erreichbar.
Die Handzahnbürsten haben mittelharte bis weiche Borsten aus Kunststoff mit abgerundeten Borstenenden und verfügen über einen ergonomischen Handgriff. Dadurch haben sie eine sichere Führung. Bestens bewährt hat sich ein gerades Borstenfeld. Naturborsten werden immer mal wieder diskutiert, sie sind aber aus hygienischen Gründen bedenklich. Die Wechselkopfzahnbürste ist eine Variante der Handzahnbürste, nach ca. 8 Wochen wird der Borstenkopf ausgetauscht gegen einen neuen. Der Stiel kann dadurch weiter verwendet werden und es fällt weniger Müll an.
Kaubare und weitere Zahnbürsten
Kaubare Zahnbürsten sind eine echte Alternative für unterwegs oder dann, wenn mal keine Möglichkeit zum normalen Zähneputzen besteht. Die Reinigung der Zähne wird durch die Zahnpasta unterstützt, dadurch verkürzt sich die notwendige Putzzeit deutlich.
Die Zahnzwischenraumbürsten, genannt Interdentalbürsten, sind extra hergestellte Zahnbürsten zum Reinigen der Zahnzwischenräume. Es gibt sie in verschiedenen Größen und Formen. Sie sind ein zusätzliches Hilfsmittel und sollen große Zwischenräume und auch die schwer zugänglichen Stellen reinigen.
Die Interdentalbürsten gibt es als Flaschenbürsten oder als Pinselbürsten und sie sind in Apotheken und Drogeriemärkten erhältlich. Wechseln Sie die Bürsten etwa alle vier Wochen, sonst ist eine hundertprozentige Reinigung nicht gewährleistet.
Besonders geeignet für die Mundpflege von Säuglingen ist die Fingerzahnbürste. Sie wird über den Finger gestülpt und besteht aus Silikon und sie besitzt ein sehr weiches und flaches Borstenfeld. Genutzt werden die Fingerzahnbürsten, um die Zahnansätze und das Zahnfleisch des Babys sorgsam zu reinigen.
Elektrische Zahnbürsten
Elektrische Zahnbürsten
Bei den früheren Elektrozahnbürsten wurde die Bewegung der Hände nachgeahmt und eine elliptische Bewegung ausgeführt. Diese Bürsten waren aufwendig zu handhaben und wiesen wegen ihrer Konstruktion anfällige mechanische Bauteile auf. Heutzutage verfügen fast alle elektrischen Zahnbürsten über einen Akku, der die Zahnbürste von der Steckdose unabhängig macht. Die Akku-Variante ist in vielen Ländern sogar vorgeschrieben. Dadurch werden erhebliche Gefahren, die mit Betrieb am Netzanschluss verbunden sein könnten, vermieden, wie z.B. bei Defekten oder bei Benutzung unter der Dusche.
Die kabellosen Zahnbürsten werden in einem Ständer geliefert, in welchem sie mittels der Induktion aufgeladen werden können. Auch die Bauformen mit einer Kontakt-Aufladung gelten mittlerweile als zu gefährlich, und der Batteriebetrieb ist heutzutage veraltet. Weil die Elektrozahnbürste im Verhältnis zu den Bürstenköpfen wesentlich langlebiger ist, haben alle Modelle auswechselbare Bürstenköpfe. Diese können in Drogeriemärkten nachgekauft werden.
Die Rotationszahnbürsten
Zu einem wahren Durchbruch in der Putzleistung wurden die Rotationszahnbürsten. Die Einführung der rotierenden Bürstenköpfe verbesserte deutlich die Reinigungsleistung, was auch wissenschaftlich belegt wurde. Aus hygienischen Gründen sollten Zahnbürsten niemals von mehreren Personen gemeinsam genutzt werden. Sie sollten nach ungefähr drei Monaten ausgetauscht, bei starker Abnutzung natürlich schon früher gewechselt werden. Ergänzend zu den Zahnbürsten sollte Zahnseide benutzt werden, damit auch die Zahnzwischenräume richtig gereinigt werden können. Zusätzlich gibt es noch die Alternative der elektrischen Flosser und der Interdentalbürstchen.
Die Reinigung der Zähne sollte aus medizinischer Sicht zwei- bis dreimal täglich bzw. nach den Mahlzeiten erfolgen. Besonders die Pflege am Abend vor dem Schlafengehen ist wichtig, um vor Parodontose und Karies vorzubeugen. Nachts ist die Selbstreinigung der Zähne durch die Zunge, den Speichel oder auch das Trinken vermindert. Nach den Mahlzeiten sollte zum Schutz des Zahnschmelzes – ganz besonders bei säurehaltigen Nahrungsmitteln, bei Äpfeln oder Orangen – ungefähr 30 Minuten mit dem Zähneputzen gewartet werden. Empfohlen ist auch die halbjährliche Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt und mindestens einmal im Jahr die professionelle Zahnreinigung.